Die Suva blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: Das Jahresergebnis beträgt 308 Millionen Franken. Ein sehr solides versicherungstechnisches Ergebnis und ein gutes Anlagejahr stärken zusätzlich die finanzielle Stabilität der Suva. Davon profitieren die Versicherten im Prämienjahr 2027 direkt: Die Erstattung der Überschüsse aus Kapitalerträgen von 20 Prozent wird fortgeführt, die Suva-Prämien bleiben auf historisch tiefem Niveau stabil.
Das Jahresergebnis der Suva im Jahr 2025 beträgt 308 Millionen Franken. Alle Versicherungszweige, namentlich die Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung, sind im finanziellen Gleichgewicht und solide finanziert. Das zeigt sich auch am Solvenzquotienten, der ein wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität einer Versicherung ist. Er liegt weiterhin auf der vom Suva-Rat festgelegten Obergrenze von 190 Prozent und damit wesentlich über der gesetzlichen Mindestanforderung von 100 Prozent.
Das Vermögen der Suva ist vollständig zweckgebunden. Es deckt die Verpflichtungen für rund 73 000 laufende Renten sowie künftige Heilkosten, Taggelder und weitere Versicherungsleistungen aus bereits geschehenen Unfällen und Berufskrankheiten. Damit ist sichergestellt, dass künftige Generationen nicht für Kosten von Unfällen aus der Vergangenheit aufkommen müssen.
Erstattungen dank gutem Anlageergebnis
Das Vermögen ist breit diversifiziert in festverzinsliche Anlagen und Sachwerte investiert. Das Anlagejahr 2025 war nach Turbulenzen im ersten Quartal von einer Erholung der Aktienmärkte geprägt. Die Suva hat in diesem Umfeld ein Anlageergebnis von 4,3 Prozent erzielt. Dieses liegt über dem Durchschnitt von 3,4 Prozent der letzten zehn Jahre.
Die Suva ist nicht gewinnorientiert und gibt Überschüsse in Form von Prämienreduktionen an die Versicherten weiter. Der Suva-Rat hat beschlossen, die in den Vorjahren erfolgte Erstattung von Kapitalertragsüberschüssen fortzusetzen und für das Jahr 2027 sowohl in der Berufs- wie auch in der Nichtberufsunfallversicherung eine Erstattung in der Höhe von 20 Prozent der Nettoprämien vorzunehmen. Dies entspricht einer Entlastung von rund 709 Millionen Franken für die Versicherten und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Werkplatzes Schweiz in der derzeit schwierigen geopolitischen Situation.
Der Suva-Rat, der sich aus Vertretern der Arbeitgeber, der Arbeitnehmenden und des Bundes zusammensetzt, befindet jährlich über die Verwendung der verbleibenden Überschüsse. Massgebend dafür ist die jeweilige finanzielle Lage.
Arbeit wird sicherer: Unfallrisiko im Beruf erneut gesunken
2025 sanken die Berufsunfälle und Berufskrankheiten um 0,9 Prozent auf rund 166 000 Fälle. Die Nichtberufsunfälle stiegen um 2,8 Prozent auf rund 296 000 Fälle. In den letzten 10 Jahren konnte das Unfallrisiko in der Berufsunfallversicherung (neu registrierte Unfälle pro 1000 Versicherte) um 13 Prozent gesenkt werden. Im Freizeitbereich nahm das Unfallrisiko leicht zu. Die Suva bietet verschiedene Präventionsprogramme und Beratungen im Bereich der Arbeits- und Freizeitsicherheit an. Beratungen und Schulungen stärken die Sicherheitskultur in Unternehmen. Sie sensibilisieren für Gefahren und motivieren zur Eigenverantwortung. All diese Massnahmen helfen, Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern.
Suva-Prämien 2027 bleiben auf historisch tiefem Niveau
Die günstige Entwicklung des Unfallrisikos in der Berufsunfallversicherung erlaubt es, die durchschnittlichen Bruttoprämien um 0,8 Prozent zu senken. In der Nichtberufsunfallversicherung führt das versicherungstechnische Ergebnis zu einer verbesserten finanziellen Lage und erlaubt trotz leicht steigendem Risikoverlauf eine Senkung der durchschnittlichen Bruttoprämie um 0,7 Prozent. Die durchschnittliche Prämienbelastung bleibt somit stabil auf dem historischen Tiefststand des Vorjahres. In den einzelnen Versicherungsklassen werden die Prämien entsprechend dem Risikoverlauf nach oben oder nach unten angepasst.
Rehabilitation und Wiedereingliederung – entscheidend für nachhaltigen Erfolg
Ein erfolgreicher Wiedereinstieg ins Berufsleben bedeutet für Betroffene mehr Lebensqualität und hilft gleichzeitig, die Folgekosten von Unfällen zu begrenzen. Entscheidend dafür ist das Zusammenspiel von medizinischer Betreuung, Unterstützung durch die Arbeitgebenden und dem persönlichen Umfeld. Mit der Kampagne «Da sein hilft. Egal wie.» machte die Suva 2025 auf die Bedeutung des sozialen Umfelds im Heilungsprozess aufmerksam. Eine zentrale Rolle spielen auch die beiden Rehabilitationskliniken in Bellikon und Sion. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Genesung und Wiedereingliederung von Verunfallten.
