Samstag, 18. April 2026
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dormakaba unterstützt kritische Infrastrukturen mit Lösungen rund um den Zutritt und verhilft so zu höherer Resilienz. Mit skyra hat das Unternehmen ein Zutrittssystem im Köcher, das für Betreiber von kritischen Infrastrukturen einfach, effizient und sicher ist.

Kritische Infrastrukturen sind Dienstleistungs- oder Versorgungssysteme, die essenziell für die Wirtschaft oder die Lebensgrundlagen der Bevölkerung sind. Das Spektrum umfasst neun Sektoren und 27 Teilsektoren, von Behörden und Energie über Entsorgung, Finanzen, Gesundheit, Information und Kommunikation bis hin zu Nahrung, Verkehr und öffentliche Sicherheit.

Die Schweiz hat eine nationale Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen formuliert. Das Ziel: die Resilienz zu verbessern, damit Ausfälle möglichst verhindert oder im Ereignisfall die Auswirkungen reduziert werden können. Dazu zählen unter anderem die Härtung von IT-Systemen, die Einrichtung von Stellvertreterregelungen oder Mindestanforderungen an die Notstromversorgung. Sprich, die Strategie fokussiert nicht nur auf Bauten und Anlagen, sondern auf alle Elemente, die für die Verfügbarkeit der Güter und Dienstleistungen notwendig sind.

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Zutrittskontrolle und kritische Infrastrukturen

In einem Leitfaden mit Umsetzungshilfen beschreibt die Strategie, wie kritische Prozesse identifiziert und Risken erkannt werden – und wie Massnahmen umgesetzt und überprüft werden können. Sie geht beispielsweise auch auf baulich-technische Schutzmassnahmen ein, unter anderem auf die Zutrittskontrolle.

In genau diesem Themenfeld unterstützt dormakaba die Betreiber von kritischen Infrastrukturen – mit Lösungen rund um den Zugang und Zutritt. «Die Unternehmen sollen möglichst resilient sein, Widerstände aushalten und sich schnell erholen und den Betrieb wieder sicherstellen können, falls es zu einem Vorfall kommt», sagt Beat Aeschimann, Leiter Marketing & Produktmanagement bei dormakaba Schweiz AG.

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Für sie hat das Unternehmen die Lösung skyra entwickelt, die besonders kritische Infrastrukturen anspricht – vor allem jene, die dezentrale Türschliessungen haben. Also Unternehmen mit Türen, die nicht zwangsläufig eine Stromversorgung haben und Berechtigungen oder Berechtigungsentzüge schnell und flexibel sichergestellt werden sollen. Das können unter anderem Energiestationen sein, Wasseraufbereitungsanlagen, Anlagen der Telekommunikation oder städtische Infrastruktur.

Wie funktioniert skyra?

«skyra besteht aus einer Cloud-Lösung, einem Schlüssel und einem Zylinder oder Hangschloss», erklärt Beat Aeschimann. «Dabei handelt es sich um einen Zylinder, wie man ihn von mechanischen Schliessanlagen kennt – allerdings mit einem Chip als elektronisches Sperrelement. Der Zylinder ist völlig autark und offline. Den Strom, um Berechtigungen abzufragen und einen Zugang freizuschalten, erhält er vom skyra-Schlüssel. Dieser ist batteriebetrieben und übernimmt die Kommunikation.»

Die Batterie des Schlüssels hält im Standby-Modus ungefähr zwölf Monate lang und lässt sich einfach via USB-C-Kabel wieder aufladen. Der Schlüssel ist robust, wasserdicht und nachhaltig konzipiert. Neben dem Schlüssel und Zylinder gibt es eine Cloud-Applikation zur Steuerung des Systems und mittels API lässt sich skyra selbst mit einem Drittsystem verbinden.

«Die Berechtigung für einen skyra-Schlüssel wird via App und Mobilfunknetz Ende-zu-Ende verschlüsselt übertragen und über Bluetooth mit dem Schlüssel synchronisiert», erklärt Beat Aeschimann. «Nutzer:innen drücken einmal auf den Schlüssel und die Synchronisation beginnt, auch ohne Netzabdeckung. Die zugewiesene Berechtigung und eine entsprechende Validierungszeit sorgen für einen freien Zugang während dem definierten Zeitfenster. Läuft dieses ab oder wird die Berechtigung über das System entzogen, wird der Zutritt wieder verwehrt.»

Eine Berechtigung kann einfach entzogen werden. Fehlt eine Netzabdeckung oder ist das Smartphone im Flugmodus, kann es jedoch Unterbrüche geben. «Deshalb gibt es die Validierungszeit“, sagt Beat Aeschimann, «damit wir sicher sind, dass der Schlüssel beziehungsweise die Berechtigung zu einem Zeitpunkt X keine Gültigkeit mehr hat.»

Einfache Installation

Die Installation von skyra ist denkbar einfach – ähnlich wie jene eines mechanischen Zylinders. «Und sie ist sehr wartungsarm», sagt Beat Aeschimann. «Für die Inbetriebnahme gibt es eine einmalige Kommissionierung, sprich der Schlüssel wird einmal mit der App des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin verbunden. Er lässt sich auch dekommissionieren.»

Die Voraussetzung ist eine Einbindung über die API, entweder in ein System von dormakaba wie beispielsweise exos 9300 oder in ein Drittsystem, das man als Host-System verwenden möchte. Das kann ein Tool zur Personaleinsatzplanung oder zur Tourenplanung sein. So lassen sich Benutzerrollen, Zeitfenster und Zutrittsrechte verwalten und die Aktivitäten für die Zutrittskontrolle in Ressourcenplanung, Wartungspläne und mehr einbinden.

Natürlich lassen sich auch klassische Historien- und Logdaten auslesen, um nach einem möglichen Vorfall Informationen zu erhalten und nachzuvollziehen, was passierte. Diese Daten lassen sich dank der API auch weiterverarbeiten.

dormakaba verzeichnet grosses Interesse an skyra

Die Plattform entspricht den Standards ISO 27001 und IEC 62443, bietet eine skalierbare Zutrittskontrolle für kritische Infrastrukturen und deckt weitere Einsatzbereiche ab.

skyra ist am Markt noch nicht erhältlich, aber dormakaba führt verschiedene Feldtests durch und wer sich dafür interessiert, kann sich beim Unternehmen melden. «Wir freuen uns, wenn Kunden ihre Erfahrungen mit uns teilen», sagt Beat Aeschimann.

Das Interesse an der Lösung sei bereits sehr gross. «Wir sind überzeugt, dass wir damit genau jene Fälle abdecken können, die Flexibilität erfordern und in denen geografisch weit verteilte Infrastrukturen geschützt werden müssen», sagt Beat Aeschimann. «Dafür haben wir mit skyra die richtige Lösung – und wir können mechanische Zylinder ganz einfach mit einem skyra-Zylinder ersetzen und nachrüsten. Sprich: es ist auch eine sehr effiziente Lösung.»

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Chefredaktor safety-security.ch / CEO bentomedia GmbH / Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Betriebssanität SVBS / SFJ-Award für Qualitäts-Fachjournalismus

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