Montag, 20. April 2026
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Schlafprobleme sind weit verbreitet: Jede dritte Person schläft schlecht, jede zehnte leidet an einer chronischen Schlafstörung (Insomnie). Die Folgen zeigen sich auch am Arbeitsplatz.

Schlafmangel reduziert Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Auch die motorischen Fähigkeiten sind eingeschränkt: Übermüdete Personen stolpern häufiger, lassen Gegenstände fallen oder unterschätzen Gefahren. Menschen mit chronischer Insomnie haben gemäss internationalen Studien gar ein zwei- bis zweieinhalbfach erhöhtes Risiko für Arbeitsfehler und Unfälle.

«Schlafmangel ist für die Sicherheit am Arbeitsplatz gravierend», sagt Inglina Keller, Präventionsberaterin und Spezialistin Gesundheit bei der Suva. Gerade in Berufen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial können kurze Aufmerksamkeitslücken schwerwiegende Folgen haben. Übermüdete Mitarbeitende haben ein fast doppelt so hohes Unfallrisiko – im Strassenverkehr steigt es sogar um das Sieben- bis Achtfache.

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Weniger Schlaf, mehr Ausfälle

Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, verliert im Schnitt rund sieben Arbeitstage pro Jahr durch Krankheit oder verminderte Leistungsfähigkeit. Selbst bei sechs bis sieben Stunden Schlaf sind es noch rund 3,7 Tage mehr im Vergleich zu ausgeschlafenen Mitarbeitenden. Schlafprobleme sind zudem häufig ein langfristiges Phänomen: Rund die Hälfte der Betroffenen leidet auch nach mehreren Jahren weiterhin unter anhaltenden Beschwerden.

Chronischer Schlafmangel erhöht ausserdem das Risiko für psychische Erkrankungen sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Schlaganfall.

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Die volkswirtschaftlichen Folgen sind erheblich: In Europa verursachen chronische Schlafstörungen jährlich Kosten in Milliardenhöhe – vor allem durch Produktivitätsverluste, Fehlzeiten und erhöhte Gesundheitsausgaben.

Schlaf ist damit nicht nur ein privates Thema, sondern ein betrieblicher Erfolgsfaktor: Ausgeschlafene Mitarbeitende sind konzentrierter, treffen bessere Entscheidungen und fallen seltener krankheitsbedingt aus. 

So stärken Betriebe die Schlafgesundheit

  • Erreichbarkeit klar regeln und Überzeit begrenzen
  • Führungskräfte sensibilisieren
  • Wo machbar flexible Arbeitszeiten ermöglichen
  • Pausen und kurze Power-Naps (15–20 Minuten) fördern
  • Schulungen zu Stressbewältigung und Schlafhygiene anbieten
Wichtig für erholsamen Schlaf
  • Regelmässige Schlaf- und Aufstehzeiten einhalten
  • Elektronische Geräte mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen ausschalten
  • Schlafzimmer ruhig, dunkel und kühl halten (16–18 Grad)
  • Koffein vier bis sechs Stunden vor dem Schlafen meiden
  • Bei längerem Wachliegen aufstehen und einer ruhigen Tätigkeit nachgehen

Weitere Informationen: Schlaf: Höheres Unfallrisiko bei Schlafmangel

Lesen Sie auch: Was ist Schlaf, wozu brauchen wir ihn und wie wirkt er sich auf Arbeitssicherheit aus?

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