Willem van Waasbergen bildet Ersthelfende bei der SanArena Rettungsschule aus – und er ist Freelancer im Rettungsdienst, springt ein, wenn Not am Mann ist. Von seinen rund 30 Jahren Erfahrung profitieren sowohl Patienten als auch Ersthelfer:innen in der ganzen Schweiz.
«Was ich extrem mag, ist die Teamarbeit im Rettungsdienst», sagt Willem van Waasbergen. «Es kommt gar nicht drauf an, in welchem Team man arbeitet – ein Kollege muss nur ein halbes Wort sagen, und man weiss sofort, was er will. Wir können zusammen Probleme lösen, Patienten helfen und sie meistens in einem besseren Zustand im Spital abliefern, als wir sie angetroffen haben. Das ist total schön und auch eine Leidenschaft.»
Im Rettungsdienst wisse man nie genau, was der Tag bringe. «Manchmal ist viel los, manchmal weniger», sagt er. «Im Winter sind wir hier in Davos pausenlos unterwegs. Das WEF ist spannend, dann arbeiten wir auch intensiv mit der Polizei, dem Militär und anderen Rettungsdiensten zusammen. Es gibt den Spengler Cup und viele andere Events.»
30 Jahre Erfahrung im Rettungsdienst
Willem van Waasbergen stammt aus Holland. Er kam als Anäthesiepfleger in die Schweiz, rutschte direkt in den Rettungsdienst und blickt inzwischen auf fast 30 Jahre Erfahrung im Rettungsdienst zurück. Seit 11 Jahren ist er zu hundert Prozent bei der SanArena Rettungsschule festangestellt – blieb aber stets als Freelancer bei verschiedenen Rettungsdiensten tätig, wenn irgendwo Not am Mann war.
Vor eineinhalb Jahren war das in Davos der Fall. «Hier gefällt es mir sehr», sagt er. «Für einen Holländer, in den Bergen, diese Sonne, frische Bergluft, das ist herrlich.» Durchschnittlich arbeitet er ein Wochenende im Monat hier, manchmal auch einen Tag mehr. «Wenn es aufgeht, schaue ich mir am Abend noch ein Spiel des HC Davos an.»
Wissen und Erfahrungen an Ersthelfer:innen weitergeben – in Kursen bei der SanArena Rettungsschule
Nach 30 Jahren Rettungsdienst hat Willem van Waasbergen viele Erfahrungen gesammelt, die er teilen kann. «Ich arbeitete im städtischen Rettungsdienst, jetzt in den Bergen, ich hatte Einsätze in vielen Firmen und Branchen, all das kann ich auf die Kunden massschneidern, die im jeweiligen Kurs dabei sind», sagt er. «Es ist schön, diese Erfahrungen weitergeben und als Beispiele nutzen zu können. Die Kursleiter bei der SanArena Rettungsschule wissen, worüber sie sprechen. Wir können Fall- und Praxisbeispiele verknüpfen, die wir selber erlebten. Das bringt sehr viel. Wir sind aus der Praxis und reden über die Praxis.»
Den Wissenstand der Ersthelfenden sieht er positiv. «Klar, wenn man nur alle zwei Jahre einen Kurs macht und dieses Wissen in der Praxis nie anwenden muss, ist es nicht immer so präsent, das ist logisch», sagt er. «Aber je öfter man einen solchen Kurs gemacht hat, desto mehr bleibt das Wissen sitzen. Es macht Spass, das zu beobachten.
Herausforderungen und Tipps für die Erste Hilfe
Er selbst kann sich an keine Situation erinnern, in der er sich überfordert gefühlt hätte. «Wir haben immer eine Aufgabe, wir haben immer Kollegen dabei und im Notfall auch die Notrufzentrale 144 hinter uns, die wir fragen können», sagt Willem van Waasbergen. «Es gab noch nie eine Situation, in der ich nicht gewusst hätte, was zu tun ist. Unsere Aufgabe im Rettungsdienst ist eigentlich gar nicht so schwierig. Wir müssen die Patienten so gut wie möglich ins Spital bringen. Das klappte bisher immer sehr gut. Es gibt eine Struktur, Guidelines, klare Vorgehensweisen, das hilft alles dabei.»
Das ist schliesslich auch seine wichtigste Message für Ersthelfende: «Du bist nie alleine. Du hast immer die Notrufzentrale 144 hinter dir. Frag um Hilfe. Sie bleiben mit dir am Telefon, das gibt Sicherheit und Kraft und du kannst viel besser helfen. Nutzt das, die sind für alle da und machen das sehr gerne. Du kannst unmöglich alles wissen, aber wenn du hörst, was du machen muss, ist viel Gelerntes sofort wieder präsent.»
