Freitag, 2. Oktober 2026
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Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Sicherheitsbranche und entwickelt sich vom Zukunftsthema zum festen Bestandteil des Leistungsportfolios der Sicherheitsdienstleister. 86 Prozent der Anbieter in Deutschland erwarten, dass Künstliche Intelligenz (KI) in den nächsten zwei bis drei Jahren zum Standardbestandteil von Sicherheitsleistungen wird.

Bereits in diesem Jahr verzeichnen 40 Prozent der analysierten Unternehmen eine gelegentlich oder häufige Nachfrage nach KI-gestützten Sicherheitslösungen. Gleichzeitig erschweren die Integration von Künstlicher Intelligenz in bestehende Systeme und der Mangel an qualifizierten Beschäftigten die weitere Entwicklung der Branche. Das zeigen zentrale Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie 2026 „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland“, die unter www.luenendonk.de kostenfrei zum Download bereitsteht.

Wachsende Verantwortung bei stagnierender Personalentwicklung

Mit komplexeren Bedrohungslagen und steigenden Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen, unter anderem durch das KRITIS-Dachgesetz (Kritische Infrastruktur), wächst die Verantwortung der Sicherheitswirtschaft. Gleichzeitig stagniert die Personalentwicklung nahezu: Die 50 analysierten Unternehmen beschäftigten im Jahr 2025 insgesamt 108.700 Mitarbeitende im Sicherheitsgewerbe. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Personalbestand im Durchschnitt lediglich um 0,1 Prozent kaum an.

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Vor diesem Hintergrund setzen Sicherheitsdienstleister verstärkt auf Künstliche Intelligenz – sowohl zur Optimierung interner Prozesse als auch im operativen Einsatz. Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern zählen in erster Linie die Video- und Fernüberwachung sowie der Kundenservice und die Kommunikation. 19 Prozent der analysierten Unternehmen vermarkten KI-gestützte Sicherheitsleistungen bereits aktiv am Markt.

KI-Integration als Managementaufgabe

Sicherheitsanbieter planen, Künstliche Intelligenz künftig verstärkt für Qualitätssicherung und Leistungsdisposition einzusetzen. Damit gewinnt KI auch für die operative Steuerung von Sicherheitsleistungen an Bedeutung. Der breitere Einsatz ist jedoch mit Herausforderungen verbunden. Dazu zählen insbesondere Datenschutz- und Compliance-Anforderungen, der Integrationsaufwand in bestehende Systeme sowie Anforderungen an die IT-Sicherheit.

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„Die Digitalisierung der Sicherheitsbranche ist weit mehr als eine technologische Aufgabe. Sie erfordert auch Veränderungen in Management- und Unternehmenskultur“, kommentiert Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. „Auftraggeber und Dienstleister müssen Risiken kontinuierlich neu bewerten und zugleich bereit sein, neue Ansätze zu erproben. Offenheit und Lernbereitschaft sind zentrale Voraussetzungen, um die Transformation der privaten Sicherheitswirtschaft erfolgreich voranzutreiben.“

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