Donnerstag, 2. Juli 2026
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Auto und Normen: Bis zu 30’000 Teile stecken in einem Verbrenner, in einem Elektroauto sind es merklich weniger. Zusammen ergeben sie ein Gesamtpaket mit einer optimalen Mischung aus Funktionalität und Sicherheit. Normen begleiten den kompletten Lebenszyklus – von der Entwicklung einzelner Bauteile über den Herstellungsprozess und den Alltag auf der Strasse bis zur Wiederverwertung.

Ob ein Auto eine sportliche, luxuriöse oder minimalistische Linie bekommt, entscheidet das Designstudio. Parallel dazu arbeiten Ingenieure an der Energieeffizienz, dem Batterieladeprozess [SN EN 1821-1:2008] oder simulieren am Computer Tausende von Crashszenarien. Akkreditierte Prüflabore testen anschliessend Prototypen nach internationalen Standards für Kompetenz und Messgenauigkeit [SN EN ISO/IEC 17025:2018]. Normen machen auch vor der Bedienung des Touchscreens nicht Halt: Menüführung und Navigation sind so gestaltet, dass der Blick nur kurz von der Strasse abgelenkt wird [SN EN ISO 9241-115:2024].

Auto und Normen: Mensch und Maschine im Einklang

Erfahrene Mitarbeitende setzen im Zusammenspiel mit moderner Robotik [SN EN ISO 10218-1:2011] das Entwicklungsversprechen in der Produktion um. Künstliche Intelligenz hilft dabei, Normabweichungen – wie beispielsweise Risse in Metallplatten – in Echtzeit zu erkennen und sofort einzugreifen. Nebst einem rigorosen Sicherheitscheck gehören auch der schonende Umgang von Ressourcen und die Minimierung von Emissionen [SN EN ISO 14001:2015] zu den Anforderungen. Und dieselben Standards gelten nicht nur für die Hersteller von Stuttgart bis Shanghai – auch die Zulieferer müssen sie erfüllen.

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Ihr Auto ist schneller als Sie

In rund 95 Prozent der Verkehrsunfälle ist der Mensch die Ursache. Das von der EU vorgeschriebene Notbremssystem greift ein, bevor die Fahrerin oder der Fahrer die Gefahr erkennt. Auch bei Airbags ist geregelt, dass sie nur in Notfällen – und dann in Sekundenbruchteilen – ausgelöst werden [ISO 26262-Serie]. Fachleute engagieren sich aber nicht nur auf der Strasse, sondern auch in der Garage täglich für die Fahrsicherheit. So etwa bei der Wahl und Montage des richtigen Autoreifens: Profil, Alter und Saisonalität bestimmen, wie sicher Sie bremsen oder lenken können [ISO 4000-1:2024] und sind zentrale Prüfelemente bei der regelmässigen MFK-Kontrolle.

Auf dem Prüfstand für Ihre Sicherheit

4,8 Millionen Autos sind in der Schweiz zugelassen und alle müssen zur Fahrzeugkontrolle. Zertifizierte Fachleute [SN EN ISO/IEC 17024:2012] überprüfen in offiziellen Prüfstellen [SN EN ISO/IEC 17020:2012] und nach klaren Vorgaben die Fahrzeugtauglichkeit. Auch wenn die häufigsten Beanstandungen, wie falsch eingestellte Scheinwerfer, verschlissene Bremsbeläge oder abgenutzte Reifen für manche Fahrzeuglenkende banal erscheinen mögen, stellen sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Eine rechtzeitige Behebung kann Schlimmes verhindern. Besteht das Auto eines Tages die MFK nicht mehr, hat es ausgedient.

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Qualität zahlt sich am Ende aus

Kein Auto fährt ewig, aber fast jedes bekommt eine zweite Chance. Über 95 Prozent aller Altfahrzeuge werden rezykliert, mehr als die EU vorschreibt [ISO 22628:2002]. Wie nachhaltig ein Benzin- oder Elektrofahrzeug wirklich ist, zeigt erst die vollständige Ökobilanz [SN EN ISO 14040:2006 / SN EN ISO 14044:2006]. Dieser Aspekt muss bereits in der Entwicklung mitgedacht werden, und so schliesst sich der Kreis. Nicht von einem Auto, sondern von Tausenden von normierten Einzelteilen.

Quellen:
BMW Group | Vom Presswerk bis zur Absicherung
Europäisches Parlament | Sichere Straßen: EU-Maßnahmen für weniger Verkehrsunfälle
Bundesamt für Statistik | Mobilität und Verkehr
Bundesamt für Statistik | Mobilität und Verkehr, Taschenstatistik 2025
Streetlife | So marode waren Autos in der Schweiz unterwegs
BVSE | Schweizer Bundesrat zieht positive Bilanz zum Altfahrzeugrecycling in der Schweiz

Lesen Sie auch: Normen im Gesundheitswesen

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