Dienstag, 24. Februar 2026
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Zero Loss: Warum lokale Datenspeicherung im Zusammenspiel mit Cloud und Hybrid zum Rückgrat moderner Cyber-Resilienz wird.

Daten gelten heute als jederzeit verfügbar und zuverlässig gesichert. Diese Erwartung prägt viele Backup-Strategien. Im Ernstfall zeigt sich jedoch häufig, dass eine Sicherung allein keine verlässliche Wiederherstellung gewährleistet. Zwischen der reinen Existenz von Backups und ihrer tatsächlichen Nutzbarkeit klafft oft eine Lücke.

Genau hier setzt das Konzept Zero Loss an. Entscheidend ist, dass Informationen vollständig, unverändert und innerhalb eines geschäftsverträglichen Zeitfensters wieder verfügbar sind. Ob dieser Anspruch erfüllt wird, entscheidet massgeblich der Speicherort.

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Vorbereitung ist kein Zufall

Studien zur Cyber-Resilienz zeigen ein deutliches Gefälle. Nur rund zehn Prozent der Unternehmen gelten als wirklich vorbereitet. Sie investieren gezielt in intrinsische Sicherungsfunktionen wie Unveränderbarkeit, Replikation und automatische Ausfallsicherheit.

Der Effekt ist messbar. Diese Organisationen verzeichnen 37 Prozent weniger Systemausfälle und 25 Prozent weniger Datenverluste als der Durchschnitt. Resilienz entsteht dabei nicht durch zusätzliche Tools, sondern durch belastbare technische Grundlagen im Storage.

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Wenn Geschwindigkeit zum Risiko wird

Cloudbasierte Backup-Modelle sind flexibel, skalierbar und wirtschaftlich attraktiv. Bei geschäftskritischen Daten treten jedoch strukturelle Grenzen zutage. Compliance-Risiken, Anbieterbindung, Abhängigkeit vom Internet, Latenzen und eingeschränkte Kontrolle erhöhen im Ernstfall das Risiko. Cloud-Restores benötigen aufgrund begrenzter Bandbreiten oft zwölf bis über 24 Stunden. Bei grossen Datenmengen verlängert sich dieser Zeitraum weiter. Für geschäftskritische Systeme widerspricht das dem Zero-Loss-Gedanken.

Lokale Speicherlösungen bieten unmittelbaren Zugriff auf die Datenbestände. Die Wiederherstellung grosser Datenmengen erfolgt deutlich schneller. Ein Terabyte ist lokal meist innerhalb von ein bis fünf Stunden wieder verfügbar. Zudem bleibt die Recovery vollständig unabhängig von Internetverbindungen oder externen Diensten.

Kontrolle, Sicherheit und Compliance in der Praxis

Ein zentraler Vorteil lokaler Speicherung liegt in der vollständigen Hoheit über die Daten. Unternehmen behalten Kontrolle über Standort, Zugriff und Schutzmechanismen. Gerade in regulierten Bereichen wie Gesundheitswesen, Justiz oder Verwaltung ist das entscheidend. Hier sind die regulatorischen Anforderungen und Compliance-Vorgaben besonders streng.

Im Gesundheitswesen kann jeder Ausfall den Klinikbetrieb gefährden. Lokale Speicherung stellt sicher, dass medizinische Systeme auch bei Netzstörungen verfügbar bleiben. Im öffentlichen Sektor stehen Nachvollziehbarkeit und Integrität im Fokus. Daten müssen langfristig archiviert, jederzeit abrufbar und nachweislich unverändert gespeichert werden.

In der Industrie wirkt sich lokale Datenspeicherung unmittelbar auf die Produktionsfähigkeit aus. Stillstände verursachen hohe wirtschaftliche Schäden. Hier entscheidet die Geschwindigkeit der Wiederherstellung darüber, wie schnell der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Moderne Systeme wie Silent Bricks oder Silent Cubes setzen auf hardware- oder softwarebasierte Unveränderbarkeit im WORM-Modus und auf physische Trennung durch Air Gap. Damit bleiben Daten auch bei Ransomware-Angriffen wirksam geschützt. Marktanalysen zeigen jedoch, dass rund 90 Prozent der Unternehmen noch immer auf solche zentralen Storage-Funktionen verzichten.

Die Cloud bleibt Teil der Strategie

Der Cloud-Speicher bietet klare Vorteile bei Skalierung und externer Absicherung. Für viele Unternehmen ist er ein wichtiger Baustein der Datensicherung. Als alleinige Grundlage für Zero Loss eignet er sich jedoch nur eingeschränkt.

Abhängigkeit vom Internet, Compliance-Fragen und lange Wiederherstellungszeiten sprechen gegen reine Cloud-Modelle bei sensiblen Daten. Deshalb setzen immer mehr Organisationen auf hybride Ansätze, die lokale Geschwindigkeit mit externer Redundanz verbinden.

Hybride Konzepte und die 3-2-1-Regel

Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: Drei Kopien der Daten werden auf zwei unterschiedlichen Medientypen gespeichert, wobei eine Kopie extern ausgelagert ist. So lassen sich Risiken wie Brand, Diebstahl oder Standortkatastrophen absichern, ohne auf schnelle lokale Wiederherstellung zu verzichten.

Moderne Speicherlösungen ermöglichen heute eine nahtlose Integration lokaler Systeme mit ausgelagerten Standorten und zusätzlicher Cloud-Replikation. On-Premises bedeutet damit kein Entweder-oder, sondern eine stabile Basis innerhalb hybrider Strategien.

Wirtschaftlichkeit und Integration

Nach der einmaligen Anschaffung erweisen sich lokale Speichersysteme häufig als langfristig wirtschaftlich. Laufende Gebühren für Datentransfer und Speichermiete entfallen. Gleichzeitig lassen sich die Systeme einfach in bestehende Backup-Umgebungen integrieren. Die Anbindung an gängige Backup-Software wie Veeam, Commvault oder Rubrik erfolgt in der Regel ohne zusätzlichen Aufwand. Damit bleibt die bestehende Infrastruktur erhalten, während die Resilienz deutlich steigt.

Roland Stritt, CRO FAST LTA
Speichersysteme für Zero-Loss-Anforderungen

Für Zero-Loss-Strategien sind bestimmte Eigenschaften entscheidend: hohe Datendurchsätze, Unveränderbarkeit, physische Trennung und flexible Einbindung in hybride Architekturen. FAST LTA, Spezialist für Zero Loss Sekundär- und Langzeit-Speichersysteme, adressiert diese Anforderungen mit der Silent-Brick-Technologie. Diese wurde speziell für Backup- und Recovery-Szenarien entwickelt. Sie bietet Datendurchsätze von bis zu 6 Gbit pro Sekunde, hardwarebasierte Immutability und ein physisches Air Gap durch Medienauswurf.

Roland Stritt, CRO bei FAST LTA, betont den strategischen Aspekt: «Zero Loss ist keine Frage des Speichervolumens, sondern der Kontrolle über Wiederherstellung, Integrität und Zugriff. Lokale Systeme schaffen genau diese Verlässlichkeit.»

Resilienz eröffnet Handlungsspielraum

Unternehmen mit ausgereiften Speicherinfrastrukturen profitieren nicht nur operativ. Studien zeigen, dass sie bis zu siebenmal häufiger Innovationen vorantreiben. Der Grund liegt in der Entlastung. Weniger Ressourcen fliessen in Notfallmassnahmen, mehr in Weiterentwicklung.

Zero Loss beginnt dort, wo Daten im Ernstfall schnell, vollständig und kontrolliert verfügbar sind. Lokale Datenspeicherung bildet dabei den stabilen Kern. In Kombination mit hybriden Ansätzen ist sie der Schlüsselfaktor für Sicherheit, Resilienz und langfristige digitale Handlungsfähigkeit.

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