Mittwoch, 19. August 2026
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Es liess ihm keine Ruhe. Immer wieder stand ein deutscher Notfallarzt auf einem Unfallplatz und wusste nicht, wen er genau vor sich hat. Bewusstlose Patienten können nicht sagen, ob sie gesundheitlich vorbelastet sind, Allergien haben, Medikamente nehmen oder wen man informieren müsste. Deshalb erfand er IdentSOS.

Situationen wie jene in unserem Video sind für Rettungssanitäter und Notfallärzte gang und gäbe: Ein Kind verunfallt mit dem Fahrrad, ist bewusstlos und kann keine Auskunft geben. Das macht die Arbeit für die Helfenden nicht gerade einfach.

Doch in unserem Video erhalten sie Unterstützung. Sie sehen nämlich, dass der Junge ein IdentSOS-Armband trägt und einen SOS-Sticker am Helm hat. Dort finden sich QR-Codes, über die der Rettungsdienst erfahren kann, wer das Kind ist, ob es Vorerkrankungen oder Allergien hat und wer der Notfallkontakt ist. So kann er dem Jungen besser helfen.

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Via QR-Code im Notfall zu allen wichtigen Informationen

Das System funktioniert so: auf einem Armband, Aufkleber, Tag oder sonst irgendwo tragen die Patienten einen QR-Code, den der Rettungsdienst im Notfall scannen und dann alle hinterlegten Informationen abrufen kann.

„Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man IdentSOS nutzen kann“, sagt Andreas Juchli, Geschäftsführer der JDMT Group AG. „Entweder man registriert sich unter identsos.ch oder jdmt.ch und hinterlegt einfach Notfallangaben und Kontaktdaten. Das hilft beispielsweise, wenn Kinder draussen unterwegs sind, damit man im Notfall verständigt wird. Oder man erweitert das und kann alle Infos hinterlegen, die man möchte: Allergien, Medikamente, aber auch einen Vorsorgeauftrag, einen Organspenderausweis oder eine Kopie des Reisepasses, wenn man ins Ausland reist.“

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IdentSOS: in vielfältigen Formen und für jedermann geeignet

Den QR-Code gibt es in sehr unterschiedlichen Varianten und die können beliebig ergänzt werden. Es gibt Sticker – beispielsweise für Helme oder Fahrräder – gibt es Armbänder in verschiedenen Farben und Grössen für Kleinkinder bis Erwachsene. Kleine Tags können an Hundehalsbänder oder Schnürsenkel angebracht werden. Es gibt Karten für das Portemonnaie, oder man bringt den QR-Code auf Mitarbeiterausweisen, Uniformen oder Patches an. „Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt“, sagt Andreas Juchli.

IdentSOS eigne sich für alle, die sich auf ein solches Ereignis vorbereiten möchten: „Ganz nach dem Regenschirmprinzip – wenn man ihn dabeihat, braucht man ihn nicht“, sagt Andreas Juchli. „Für das Biken, Reiten, Motorradfahren oder Surfen, oder wenn man bei Kindern oder älteren Menschen jederzeit einen Notfallkontakt herausfinden können soll, dann ist das ein einfaches und elegantes Instrument – insbesondere dann, wenn schon gesundheitliche Vorbelastungen bestehen.“

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Detaillierter und hilfreicher als Alternativen wie das Handy

Auch auf Handys gibt es eine ICE-Funktion, wo man solche Angaben hinterlegen kann. Aber: „Ein Handy kann bei einem Unfall kaputtgehen, beim Sport hat man es nicht dabei und Kinder besitzen meist gar keines“, sagt Andreas Juchli. „Zudem sind die Informationen dort oft in einer Freitextlogik hinterlegt. Für Profis ist das häufig zu wenig exakt. Bei IdentSOS sind Diagnosen, Allergien, Medikamente oder Dosierungen so exakt beschrieben, dass es für den Rettungsdienst und das Spital tatsächlich hilfreich ist.“

Ausserdem lassen sich Schemata hinzunehmen: zum Beispiel, wenn eine Lehrperson wissen soll, wo die Notfallmedikamente eines Kindes zu finden sind. „IdentSOS wurde für genau diese Anwendung gemacht und aus ärztlicher Optik perfektioniert. Alles ist so detailliert hinterlegt, wie es die Profis brauchen – deutlich umfangreicher als auf einer klassischen ICE-Funktion des Handys“, sagt Andreas Juchli.

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Andreas Juchli wird während der sicher27 am 18. März 2027 in Zürich aufzeigen, wie Prävention und Bewältigung von Ereignissen, Notfällen & Krisen im Betrieb gelingt.

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Chefredaktor safety-security.ch / CEO bentomedia GmbH / SFJ-Award für Qualitäts-Fachjournalismus

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