Das 6. Ersthelfer Symposium vom 31. Oktober 2026 lockte rund 330 Ersthelfer:innen ins KKL Luzern. Sie tauschten sich rege aus, liessen sich inspirieren, lernten Neues und stellten Fragen.
Über 330 Ersthelfer kamen zum 6. Ersthelfer Symposium ins KKL Luzern. Das Symposium begleitete einen Unfall von A bis Z. Durch das Programm führte Donat Hofer, der nicht nur den Referenten zahlreiche Fragen stellte, sondern auch den Teilnehmenden viele spannende und unerwartete Geschichten entlockte.
Unfall hautnah
Unter dem Motto «Unfall hautnah» begleitete das Ersthelfer Symposium 2026 sowohl Patient:innen als auch Ersthelfer:innen vom Notfall auf dem Sportplatz bis zur Rehabilitation.
Den Auftakt machte Hanspeter Betschart, Chefarzt der Berit Sportklinik und Chief Medical Officer von Swiss Olympic. Er erzählte von seinen Erfahrungen aus dem Profi- und Amateursport, sprach über die wichtigsten Do’s und Dont’s der Ersten Hilfe auf dem Sportplatz und verriet auch, welche Sportart am lautesten schreit.
Nach einem Unfall gehört für Ersthelfer:innen auch die Dokumentation des Falls zu den Aufgaben – ganz besonders in der Betriebssanität. Roger Berger und Bruno Ducceschi (SVBS) zeigten auf, weshalb diese Dokumentation wichtig ist, welche digitalen und analogen Möglichkeiten es dafür gibt und wie und wie lange solche Dokumente aufbewahrt werden sollten.
Nach der Mittagspause gaben die Referenten einen Einblick, wie es für die Patient:innen weitergeht, wenn die Ersthelfer:innen nicht mehr dabei sind. So beantwortete Oliver Reisten (Air Zermatt) die Frage, was Ersthelfende vorbereiten können, wenn die Luftrettung bereits unterwegs ist. Christian Sturzenegger (Rehaklinik Bellikon) erläuterte, welche Wege Patient:innen nach dem Akutspital teilweise zurücklegen, bis sie wieder in ihren Beruf und ihr Leben zurückkehren können.
SVBS AWARD für Elia Canonica
Ein traditioneller Bestandteil des Ersthelfer Symposiums ist die Verleihung des SVBS AWARD für den Ersthelfer des Jahres. Der Award ging an Elia Canonica, Betriebssanitäter bei der Merck Group.
An einem Freitag um 17.30 Uhr bemerkte er in einem gegenüberliegenden Gebäude, dass eine Mitarbeiterin «komisch in ihrem Stuhl sass». Während es dafür viele harmlose Gründe geben kann, liess ihn die Beobachtung nicht los. Er ging hin und sprach sie an, erhielt jedoch keine Reaktion. Als sie nach einem Schmerzimpuls zusammenhanglos und unverständlich sprach, alarmierte er die Notrufzentrale 144.
Die Jury betonte insbesondere die Auffassungsgabe und das Gespür des Ersthelfers. Allein die Tatsache, dass er diese Situation bemerkte und reagierte, sei lobenswert.
Reger Austausch
Das Ersthelfer Symposium ist nicht nur eine Wissensplattform, sondern vor allem auch eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen. Diese Möglichkeit nutzten die Teilnehmenden rege. In den Pausen wurde diskutiert und gelacht. Man traf alte Bekannte und knüpfte neue Kontakte – auch mit den Ausstellern, die sich teilweise sehr kreative Auftritte ausgedacht hatten. Schliesslich war Halloween.
Übrigens: Das Ersthelfer Symposium 2026 wurde von betriebsapotheke.ch (Gold-Sponsor), Procamed AG (Silber- und Kaffeepausen-Sponsor) sowie sureVIVE AG und flawa iQ AG (Bronze-Sponsoren) unterstützt.
Ausblick auf 2027: Erste Hilfe bei einem Grossereignis
Das Ersthelfer Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung der Schweizerischen Vereinigung für Betriebssanität (SVBS) und von IVF HARTMANN und wird am 23. Oktober 2027 bereits zum siebten Mal stattfinden. Dann geht es um die Erste Hilfe bei einem Grossereignis und darum, wie man aus dem Chaos zur Struktur gelangt. Eine Vorschau zum Ersthelfer Symposium 2027 sehen Sie hier:





