Bruno Ducceschi leitet die Betriebssanität eines grossen Schweizer Unternehmens. Die Kontrolle des Erste-Hilfe-Materials war stets eine seiner grössten Herausforderungen. Seit kurzem setzt er auf ein automatisiertes System: flawa iQ. Damit hält er die rund 100 Erste-Hilfe-Koffer im Betrieb stets Audit-sicher, erhält Analysen für die Arbeitssicherheit und seine Schulungen – und dürfte auch den Materialverbrauch reduzieren können.
4500 Mitarbeitende, rund 120 Betriebssanitäter:innen, 21 Standorte in allen Sprachregionen der Schweiz, ein Hauptsitz mit rund 2000 Mitarbeitenden – und Bruno Ducceschi ist in diesem Unternehmen für die ganze betriebliche Erste Hilfe verantwortlich, von Konzepten über die Ausbildung und die Personalrekrutierung bis zur Materialbeschaffung und -kontrolle.
«Die Rekrutierung von neuen Betriebssanitäter:innen ist eine der grossen Herausforderungen», sagt er. «Kündigen Mitarbeitende, die auch in der Betriebssanität waren, fehlen sie mir nach ein paar Monaten. Eine weitere grosse Herausforderung ist die Materialbeschaffung.»
Kontrolle von Erste-Hilfe-Material im Betrieb – ein zeitaufwändiger Prozess
Insgesamt gibt es an diesen 21 Standorten rund 100 Erste-Hilfe-Koffer und -Rucksäcke. Dieses Erste-Hilfe-Material muss kontrolliert werden, hinsichtlich der Vollständigkeit und Ablaufdaten der darin enthaltenen Produkte. Dafür hat Bruno Ducceschi Mitarbeitende an den jeweiligen Standorten in die Verantwortung genommen.
«Je nach Verbrauch wurde das Erste-Hilfe-Material jährlich, halbjährlich oder quartalsweise kontrolliert», sagt er. «Was fehlte oder abgelaufen war, wurde bei mir per Mail nachbestellt, ich habe es gerüstet, bereitgemacht und den Standorten zugestellt. Das war zeitaufwändig, vor allem für die Mitarbeitenden vor Ort. Wenn man den Koffer nicht täglich anschaut und anhand einer Bestückungsliste kontrollieren muss, dauert das.»
«Die Kontrolle an sich funktionierte zuverlässig», sagt er. «Weniger zuverlässig wurde diese Kontrolle im System dokumentiert, damit man schlussendlich auch bei Audits belegen konnte, wann jeder Koffer letztmals kontrolliert wurde.»
Die Lösung: flawa iQ – Audit-sicheres Erste-Hilfe-Material
Dann kam flawa iQ ins Spiel, ein automatisiertes Erste-Hilfe-System, das den Inhalt eines Koffers komplett automatisiert und selbständig überwacht. Das System bündelt Verbandsmaterialien in sogenannte Verletzungsmodule. Wird ein Modul aus dem Koffer verwendet, wird es dem Kunden automatisch nachgesendet. Auch bevor ein Modul abläuft, wird ein neues geschickt. Das System stellt also sicher, dass der Koffer zu jedem Zeitpunkt so bestückt ist, wie es der Kunde definiert – und ermöglicht eine Sorglosigkeit, die Unternehmen und Verantwortliche entlastet und das Erste-Hilfe-Material jederzeit Audit-sicher macht.
«Ich kannte das Produkt zwar schon länger. Ich dachte aber, dass wir das nicht brauchen – dass meine Mitarbeitenden das selbst könnten und der Koffer zu teuer sei. Das Thema war vom Tisch», erzählt Bruno Ducceschi. «Vor gut einem Jahr stiess ich aber wieder darauf. Ich merkte, dass die für das Material verantwortlichen Mitarbeitenden – sie alle haben eigentlich einen anderen Job – mehr Mühe mit der Kontrolle hatten, es klappte hie und da nicht. Dadurch wurde der Aufwand auch für mich grösser.»
Die Vorteile des Systems in der Praxis
Er hat sich flawa iQ also genauer angeschaut: was es kostet, was es bringt, was man einsparen kann, welche Sicherheiten punkto Verfügbarkeiten es gibt. «Dann wurde uns schnell klar, dass dies für unsere Bedürfnisse eine perfekte Lösung ist», sagt er. «Hinzu kommt: es sind einzelne Module drin. Für die Anwender ist es einfacher, im Notfall das richtige Modul auszuwählen und alles zur Hand zu haben, was sie brauchen – anstatt erst noch unter fünf verschiedenen Verbänden den richtigen zu suchen.»
Überzeugt hat ihn ausserdem die klare Dokumentation. «Wir werden keine Audits mehr haben, wo es abgelaufenes Material gibt», sagt er. «Wenn etwas gebraucht wird und fehlt, wird es uns zugeschickt und ist morgen wieder vollständig. Wenn wir das Material selbst kontrollieren, kann es drei Monate lang fehlen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Entlastung für die Mitarbeitenden. Bei ihnen kam die neue Lösung von Anfang an super an.»
Individuelle Bestückung: flawa iQ passt sich den Kundenbedürfnissen an
flawa iQ sei von der kleineren Bäckerei bis zum Grossunternehmen in der Industrie überall im Einsatz, sagt Patrick Bürkle, Geschäftsführer der flawa iQ AG. «Ganz besonders in der Industrie und überall, wo solche Themen hoch reguliert sind – wie in der Chemie, Pharma oder Lebensmittelindustrie – zählen sehr viele Kunden auf unsere Lösung.»
Zum Sortiment zählen aktuell 14 Verletzungsmodule, also vorab zusammengestellte Boxen, die je nach Verletzungsmuster das passende Erste-Hilfe-Material bieten. Je nach Tätigkeiten und Gefährdungen eignen sich andere Module und jeder Koffer kann individuell zusammengestellt werden. Und: die Module entwickeln sich laufend weiter. Seit Januar 2026 sind Combifix-Bandagen und Augenspüllösungen neu im Sortiment.
«Manche Kunden setzen auf einen Standard-Koffer, basierend auf den Best Practices ihrer Branchen und auf den häufigsten Unfällen in der Schweiz», sagt Patrick Bürkle. «Andere haben eigene Vorstellungen, die auf ihren Erfahrungen und Auswertungen beruhen. Ihnen bieten wir Hand, damit der Koffer so zusammengestellt werden kann, wie sie ihn wünschen und brauchen. Das kann andere Materialien betreffen, andere Aufkleber, eigene Logos, bis hin zu Taschenmasken oder Tourniquets, die in einem Standard-Koffer nicht drin sind.»
«Wir sind auf jeden Fall ein Kunde mit Spezialwünschen, ob es nun um die Bestückung oder besondere Pflaster oder Aufkleber geht», sagt Bruno Ducceschi. «Ich hatte klare Vorstellungen, was rein muss. Das hatte ich auch bei den früheren Koffern. Zum Beispiel Combifix-Bandagen. Sie sind bei uns seit über zehn Jahren ein fester Bestandteil und werden von den Betriebssanitäter:innen enorm geschätzt. Das war für mich ein Muss und ab Januar 2026 sind sie drin. Das ist perfekt für uns.»
Die Gretchenfrage: rechnet sich das?
«Unter dem Strich rechnet sich das finanziell für uns», sagt er. «Bislang wendeten zwei Mitarbeitende zwei bis drei Mal im Jahr eine Stunde für die Kontrolle eines Koffers auf, und dies an 21 Standorten, mit rund 100 Koffern. Das sind viele Arbeitsstunden, die nun entfallen.» Er denkt auch, dass der Materialverbrauch abnehmen wird, «weil es von Anfang an klar ist, welches Modul man wählt – und man kein Erste-Hilfe-Material mehr öffnet, das es nicht braucht.»
Datenanalyse für Arbeitssicherheit und Schulungen
Bruno Ducceschi freut sich auch aus anderen Gründen auf die Verbrauchsanalyse. «Ich sehe dadurch, welche Koffer an welchen Standorten welche Produkte verwendeten», sagt er. «Dadurch kann ich ableiten, welche Ereignisse es dort gab, was wiederum der Arbeitssicherheit dient und worauf ich auch meine internen Schulungen ausrichten kann.»
In Zusammenarbeit mit flawa IQ
